Geschichte: Vereinigte Staaten von Amerika - Periodisierung von 1770 - 1900

Veröffentlicht auf von fleißiges schreiberlein

Vereinigte Staaten von Amerika - Periodisierung von 1770 - 1900

 

Der Unabhängigkeitskampf (1770-1790)

Nachdem im Jahre 1767 den Kolonisten der Wunsch nach Handelsfreiheit und mehr Mitsprache vom britischen Parlament abgelehnt worden waren und daraufhin Truppen, die durch das Ende des siebenjährigen Krieges frei geworden waren, in die neue Welt schickte, kommt es zu einer Unabhängigkeitsbewegung unter Samuel Adams und Thomas Jefferson. 1770 gab es den ersten Boykott, der im Boston-Massaker endete, und weitere 3 Jahre später kommt es zur Boston Tea Party, die 1774 im 1. Kontinentalkongress (in Philadelphia) gipfelten. Der Einsatz britischer Truppen am 18. April 1775 bei Lexinton leitete schließlich den Unabhängigkeitskrieg, der von 1775 bis 1783 ging, ein. Nach anfänglichen Misserfolgen der Kolonisten erringen sie im Jahre 1776 wichtige Siege bei Trenton und Princeton und 1777 bei Saratoga gegen die Engländer. Nachdem England durch den kontinentaleuropäischen Krieg gebunden wird, entsendet Frankreich Truppen nach Nordamerika, mit dessen Hilfe 1781 Yorktown genommen wird und damit den endgültigen Sieg über England feststellt. Im Frieden von Paris wurde dann unter anderem die Unabhängigkeit der ehemaligen Kolonien offiziell anerkannt. Bereits während des Krieges wurde die Unabhängigkeitserklärung (4. Juli 1776) deklariert. Am 17. 9. 1787, 4 Jahre nach Beendigung der Krieges mit dem Mutterland, trat die Verfassung in Kraft, die bis heute Gültigkeit besitzt.

Die Expansion (1791-1860)

Unter dem ersten Präsidenten George Washington (1789-97) expandierte die junge Nation in einem Tempo gen Westen, wie nie zuvor: 1792 bzw. 1796 treten Kentucky und Tennessee nach der Vertreibung der Indianer im Nordwest-Territorium der Union bei. 1803 folgte der Erwerb Ohios und Louisianas. Man hatte sogar soviel Geld, dass man 1821 Spanien ganz Florida abkaufte. Weiterhin folgt ein Drang der Siedler Richtung Texas. Am 3. Dezember 1823 folgt dann die Monroe-Doktrin die besagt, dass eine Rekolonialisierung aus Europa abgewendet werden sollte. Außerdem forderten sie eine Nicht-Einmischung in deren Politik durch die Mächte der Alten Welt. Durch die Expansion bildeten mehr oder weniger 2 Staaten im Staate selbst , auf der einen Seite ein Sklaven haltender Süden und auf der anderen Seite ein sklavenfreier Norden. 1829 wurde mit A. Jackson der erste Präsident gewählt, der nicht durch den Einfluss alte Familien aus Virginia und Massachusetts kam. Es folgten mehrere wichtige demokratische Reformen: das Wahlrecht wurde erweitert, die Einwanderung unterstützt und die Förderung der Landnahme. Diese wurde teils durch Zwangsumsiedlungen der noch übrig gebliebenen Indianern geschaffen. Nach mehreren Ablehnungen seitens der USA, wurde Texas erst 1845 aufgenommen. Dem folgte ein Krieg mit Mexiko, 1846-1848, der der Union weitere Gebiete wie beispielsweise Kalifornien einbrachte und durch den Kauf weiterer Gebiete von Mexiko 1853 ergänzt wurden. Bereits zuvor hatte man durch den Schiedsvertrag mit Großbritannien 1846 weitere Raume im NW erhalten.

Der Bürgerkrieg (1861-1865)

Wie bereits oben erwähnt, spaltete sich das Land in einem reichen und sklavenfreien Norden und einen ärmeren und Sklaven haltenden Süden. Die großen Plantagenbesitzer fürchteten um den sozialen und politischen Abstieg und hielten deshalb an der Sklaverei, obwohl mittlerweile unrentabler geworden, fest. Nach der Wahl Lincolns 1860, einem Gegner der Sklaverei, traten innerhalb von weniger als einem dreiviertel Jahr zuerst South Carolina und später 10 weitere Südstaaten aus den USA. Sie bildeten die Konföderierten Staaten von Amerika unter J. Davis. Aus dem Kampf zwischen beiden Seiten um das Fort Sumter in South Carolina entwickelt sich der amerikanische Bürgerkrieg, der anfangs den Konföderierten durch ihre fähigen Anführer große Erfolge einbringt. Nach vielen verlustreichen Schlachten macht sich dann allerdings die wirtschaftliche und zahlenmäßige Überzahl deutlich, die durch eine Seeblockade verstärkt wurde.

Die Nachkriegszeit (1866-1877)

Nach dem Ende des Bürgerkrieges gewannen anfangs radikale Gruppen an Mehrheit. Unter dem Präsidenten A. Johnston (1865-69) wurden umständliche Gesetze eingeführt, Rachejustiz vollzogen und Korruption wie Wahlbetrug zögerten die Wiederherstellung der Union unnötig heraus. Wenig später erhielten dann die frei gewordenen Sklaven das Wahlrecht. Dies führte zu Angriffen von Terrorkräften wie dem Ku Klux Klan auf die Freigelassenen.

Die Großmacht (1887-1900)

Die wirtschaftlichen Kräfte hatten einen starken Auftrieb erleben dürfen und begünstigten somit die Machtentwicklung der USA maßgeblich. So hatte man bereits 1852-54 die Öffnung der japanischen Häfen erzwungen und 1867 Alaska von Russland gekauft. Im gleichen Jahr wurden die Midway-Inseln besetzt. So kam es zu einer immer erstärkender Einmischung in Mittel-/ Südamerika und dem Südpazifik. 1898 besetzte man im Krieg gegen Spanien Kuba, Puerto Rico und die Phillipinen und annektierten unter anderem Hawaii.

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